the human concern 02/08

the human journey is very unique, every single one and it may become difficult to distinguish what really matters on the way. I hope these lines may help you to better navigate and trust your way more.

I found on my way, that the intuition we are gifted with is very helpful. It connects us to an intelligence that is greater than our own and cares about our wellbeing. Our gut feeling will never fail us.

For concerns of safety, health and abundance, this intelligence has blueprints it is interweaving in the way of your life, communicating to you through your intuition. We are each on our own path, but those concerns are alike to every human experience and it may be exceeding our imagination, but for those parts our backs are gotten big time if we only listen to what our hearts and other intestines have to say.

SO Whats your part to play? you may ask yourself. Isn’t it boring that way? No.

What do you enjoy to wear? What textures do you like and what is your favorite icecream? Who do you like to be around and why don’t you just ask him if he wants to hang out. What do you enjoy looking at and what music makes you get off your chair and dance.

And there’s another important part and that is to help your fellow brothers and sisters. All of us have so many little and great gifts that enrichen each others lives and make them more beatiful and colourful and sweet. It would be a pity to not share them.

Eine Interpretation Für Christopher Nolan

Murph. Eigentlich geht es um Murph, ist sie die Hauptperson des Films. Murph hat einen Vater und dann hatte Murph einen Vater und was sie getan hat wegen ihm, das ist es wovon Interstellar eigentlich handelt. Sie glaubt ihren Vater verloren zu haben, und weiß trotzdem dass sie ihn immer noch hat. Sie ist ein Mensch wie du und ich, der ein Leben auf der Erde lebt und mit der Zeit lernt was als normal und was nicht als normal empfunden wird. Den Dingen, die sie auf Grund der Beurteilung der Menschen um sie herum, die bereits schon länger auf dem Planet verweilt haben, eine übernatürliche Art zuschreibt, fasst sie zu einem Wesen zusammen, das im Film unter anderem als Poltergeist bezeichnet wird und von mir im Folgenden als Gott geführt wird. Für Murph ist dieser Ihr Gott alles das was sie sich nicht erklären kann woran sie aber dennoch glauben muss weil sie es doch mit eigenen Sinnen vernommen hat. Zugegeben, die übernatürlichen Begebenheiten sind im Film ein wenig überspitzt dargestellt. Doch die Reaktion der Person darauf, die dahinter einen Gott vermutet fasst all das zusammen, was grob unter dem Begriff Religion zusammengefasst werden kann. Der Glaube an Gott. Der Glaube eines Menschen an seinen individuellen Gott. Der Glaube von Murph an ihren Vater. Der Glaube von Jesus Christus an seinen Vater. Die Suche der Wissenschaft nach etwas, das nicht erklärt werden kann und somit als Gottesbeweis dient (die besonders kritischen unter uns Menschen).
Nun sind wir allerdings menschlich und das mulmige Gefühl, das sich in uns breit macht im Laufe des Films rührt daher, dass uns die Wahrheit, dass das was wir uns nicht erklären, nicht sehen können, für uns schlicht und einfach nicht existent ist immer wieder direkt in die Fresse gehalten wird. Und dieser Gedanke ist grässlich. Denn dieser Gott ist womöglich, wie auch am Beispiel Murphs im Film dargestellt, das einzige was an uns glaubt. Gott ist meine Hoffnung an etwas das an mich glaubt. Und sehen wir, dass da nichts übernatürliches ist, macht sich in uns eine Angst breit, so blank als ginge es um unser Leben. Dass wir uns womöglich auf andere Wesen verlassen müssen, die an uns glauben, uns lieben, uns anerkennen als das, was wir sind. Und genau das was wir sind. Nicht mehr und nicht weniger. Dass wir uns verlassen müssen auf unsere Mitmenschen, ein Haustier oder uns selber. Diese Angst ist nicht unbegründet. Sie rührt aus einer Zeit, aus der wir ohne Liebe schlicht und einfach nicht überleben, als Säuglinge. Und auch später ist eine Essentielle Eigenschaft eines Lebewesens die, dass es Zuneigung braucht. Diese erhoffen wir jedoch, da wir uns in dem Punkt meist nicht selbst in der Lage dazu sehen, anstatt von uns selbst, von außen.
Von etwas an das wir glauben, dass es an uns glaubt. Wie Murphs Vater für Murph und Murph für Murphs Vater. Einen Gott.

Murphs Vater macht sich auf die Suche nach Gott und findet ihn auch. Er findet sich selbst. Und dieser Fund ist nicht schön. Das Problem ist nämlich nicht, dass er sich findet. Das Problem ist, wo er sich findet. Er findet sich an einem Ort an dem er Zugriff hat auf alle seine Erinnerungen jedoch keine neuen Erinnerungen machen kann.
An einem Ort von schlechten Gefühlen.
An dem Ort seiner Ängste.

Du bist du mit deiner Angst nicht gesehen zu werden. Ich bin ich mit der Angst, dass niemand an mich glaubt. Dabei ist es gut so wie ich bin mit meiner Angst. Und gerade meine Angst, dass man mich nicht sieht ist gut und ist wichtig und macht mich zu dem Wesen dass ich wirklich bin, macht mich so geborgen in dieser Welt. Es ist aufgrund meiner Menschlichkeit ein Teil von mir der mich erst menschlich macht. Der es mir erlaubt mich selbst zu lieben. An mich selbst zu glauben. Das zu sehen ist der Schritt den ein Mensch gehen muss um gemeinsam mit seinen Ängsten, wie all seinen anderen Gefühlen und Erinnerungen in Frieden zu leben.

Die Erkenntnis, dass meine Angst ein Teil meines Glaubens ist, ein Teil meines Glaubens sein muss.
Die Erkenntnis dass mein Glaube an meine Angst diese Angst erst beruhigt. Das sie wie eine Diva viel Aufmerksamkeit braucht und sich sehr aufregt, wenn diese ihr nicht zuteil wird. Die sich gerade dann besonders zeigt, wenn ich versuche sie zu ignorieren, sie zu unterdrücken.
Dies ist der Grund, weshalb ich schlechte Erfahrungen mit dem Konsum von Marihuana gemacht habe. Mein tiefstes Inneres hat sich dabei gezeigt. Und mein tiefstes Inneres bin immer ich mit meinen Ängsten. Ich hatte also Angst und Angst kann lähmen. Ein Gefühl der Machtlosigkeit verbreiten. Ein Gefühl von Handlungsunfähigkeit verbreiten. Ein Gefühl von Minderwertigkeit verbreiten. Ein Gefühl vom Anderssein, nicht dazugehören verbreiten. Und diese Angst wollte ich nicht zulassen, wollte sie nicht anerkennen als Teil meiner Selbst. Weil ich gelernt habe, dass Angst haben etwas unnötiges ist, etwas überflüssiges, etwas falsches. Dabei ist sie doch in jedem Fall das Gegenteil, und braucht die Anerkennung dieses Gefühls um beruhigt zu werden. Die Gewissheit, dass sie jederzeit eine daseinsberechtigung hat. Lasst uns dafür ein Bewusstsein schaffen.
Der Mensch in uns, der an dem Ort unserer Ängste ist ist ein fester Teil von uns und ist immer an diesem Ort. Nur darauf wartend in unser Bewusstsein gerufen zu werden um uns Momente zu bescheren, in denen keine Zeit vergeht. Die Hölle auf Erden. Die Kunst ist es diesen Ort verlassen zu können. Wir können und werden ihn immer verlassen. Zu irgendeinem Zeitpunkt auf der Erde. Doch in dem Ort der Angst vergeht keine Zeit. Daher müssen wir lernen, diesen Ort zu verlassen, wenn wir es wollen. Und es gibt nur eine Möglichkeit die Wahl zu haben an diesem Ort zu bleiben oder auch zurückzukehren. Und das ist diesen Ort und nicht nur diesen Ort, sondern vor allem mich an diesem Ort zu sehen und dabei gern zu haben. Mich in dem Moment meines tiefsten Abgrunds in die Augen zu sehen und als Teil von mir zu akzeptieren. Als göttlichen Teil von mir. Als wichtigen Teil von mir.
An mich zu glauben, wenn ich erfolgreich bin ist einfach. Wenn ich geliebt werde, jemand an mich glaubt, jemand stolz auf mich ist. Die wahre Aufgabe in meinem Leben ist an mich zu glauben mit mir in meiner Angst. Denn erst dann ist meine Glaube an mich selbst vollständig und aufrichtig. Ich bin dann eins mit meinem ängstlichen Ich und kann, obwohl ich AngstDiva weiterhin sehr ausgiebige Aufmerksamkeit verlange, sehen, wie schön die Welt ist in der ich lebe.
Keine Angst ist falsch.
Was Murph tut, als sie ihrer Angst, der Angst ihres Vaters nicht in das Leben seiner Tochter zurückzukehren, in die Augen blickt sieht sie, dass das auch seine Angst ist und sie beide damit vereint. Weil es genau das ist was uns Menschen vereint. Dass sie in herunterfallende Bücher ihren Gott interpretiert und versucht zu beweisen, während sie damit nur offenbart, wie groß ihre Angst ist, ihr Glaube an ihren Gott könnte unbegründet sein. In dem Moment wird das Göttliche in uns nämlich tatsächlich wach. Es wehrt sich nicht anerkannt zu werden und lässt uns glauben, was an übernatürlichem passiert sei ihm zuzuschreiben. Dabei ist der zunehmende Glaube selbst die Erlösung. Und das pure Vertrauen in den Gott in mir und in dir die Antwort. Das Vertrauen in mich und die uralte Kenntnis von dem was normal ist und was nicht. Denn alles ist normal, auch das hässliche, und genau darin liegt Gott.

to whom it may concern

Sehr geehrte Angehörige des weißen Volkes,

hiermit werden Sie dazu aufgefordert, gerne umgehend, das Land Kinja zu verlassen.

Anlass für diese Nachricht ist der aktuelle Haushaltsbericht der Bundesrepublik Kinja, der kommende Woche veröffentlicht wird. Diesem ist zu entnehmen, dass die Wirtschaft des Landes, mit Anbruch dieses Jahres, nicht länger auf weißen Tourismus angewiesen ist.

Sie kommen hierher für einen Urlaub am Strand. Mit Tauchen und BigFive und ein bisschen Nervenkitzel, weil der Preis hat überzeugt, aber die Nacht nach der Buchung war doch etwas unruhig. So kommen Sie nach Kenia und benehmen sich, als wäre Kolonialgeschichte kein bedeutender Teil Ihrer Bildung und als stünde Rassismus nicht im Lehrplan. Im Gegenteil ist Rassismus in Ihrer Sprache verankert und in Ihrem Denken. Weil Sie in einer rassistischen Gesellschaft aufgewachsen sind und daher rassistisch handeln.

Und Sie können so wenig nur dafür. Vermutlich haben Sie es an dieser Stelle erst erfahren. Natürlich baut Ihr für die zehntägige all-inclusive Reise allzeit bereitstehender Reisebegleiter David, der sich mit Ihnen zu großem Erstaunen in Ihrer Muttersprache verständigt, Vorurteile ab. Er ist ein Freund geworden. Und wenn er monatelangen Behördengängen trotzt würde er Ihrer ungelenken Einladung nachkommen, Sie doch auch einmal zu besuchen. Ungelenk, weil Ihnen auf halber Strecke der Artikel über den mutigen Kenianer einfällt, der es wagte, einen Antrag auf ein Touristenvisum für den Schengenraum zu beantragen. Und überhaupt, einen Afrikaner zu sich nach Hause einladen, ist das nicht etwas merkwürdig? Es können ja nicht alle kommen und es ist ja doch auch recht viel Unrecht passiert und Onkel Toms Hütte hat mich damals schon sehr bewegt, aber die Reparationszahlungen, die Afrika zuletzt gefordert hat, da war ich doch auch froh, dass das abgewiegelt wurde und ich habe auch keine Vorurteile gegen Schwarze, aber in meinem Alltag habe ich doch recht wenig mit Ihnen zu tun und mir ist die Hautfarbe von Menschen auch wirklich egal, solange sie keine Moslems sind. Das alles ist Ihnen sehr unangenehm.

So haben Sie also Ihren Vorschlag des Gegenbesuchs, zur Hälfte nur und gegen Ende hin ein wenig zögerlich, vorgebracht.

Schweigen.

Sie schweigen, weil Sie plötzlich das Machtgefälle sehen, das zwischen Ihnen und David liegt. Die Macht, die David nicht hat. Die Macht, die David dazu zwingt, ein Urlaubssemester alleine dafür zu nutzen, um einen Urlaub nach Europa zu planen.

Sie schweigen, weil Sie dieses Machtgefälle zum ersten Mal in Ihrem Leben sehen und deshalb keine Worte für dieses Gespräch haben.

Sie schweigen, weil Sie plötzlich eine Ahnung haben von dem Gefühl von Erniedrigung und Minderwertigkeit, das Davids Selbstbewusstsein zermürbt.

Sie schweigen, weil Sie Angst haben, dass was auch immer zu diesem Thema aus Ihrem Mund kommt – unangebracht ist. unpassend. verletzend.

Sie könnten sagen: Es tut mir leid, ich habe mir in meinem Leben noch nie bewusst gemacht welche Privilegien ich genieße und was das gleichzeitig für die bedeutet, die diese Privilegien nicht haben.

Oder: Es tut mir leid, meine Hautfarbe ist verschieden von deiner Hautfarbe und das ist der Grund dafür, dass ich es einfacher habe in unserer Gesellschaft als du.

Oder einfach nur: Es tut mir leid.

David versteht was Sie sagen und David ist dankbar dafür, wenn Sie das sagen. Im Gegensatz zu Ihrer Lebenserfahrung wird David nämlich regelmäßig an seine Hautfarbe erinnert. Und das ist auch mit negativen Gefühlen verknüpft. Mit Anderssein. Primitiv, kriminell, hilfsbedürftig, hungernd, arbeitslos. Im besten Fall der Witzige im Fernsehen.

Naja, und davon gönnen wir uns jetzt eine Pause. Bis denne.